Diözesan-Wallfahrt 2005

DJK Beucherling
Diözesan-Wallfahrt 2005 in Beucherling

Diözesan DJK-Sportlerwallfahrt eine Demonstration des Glaubens

Beeindruckender Gottesdienst bei der Marienkapelle in Trasching/
Standkonzert in Beucherling/ Beste Bewirtung im Gemeinschaftshaus

BEUCHERLING (rsu) Zu einer Demonstration des Glaubens gestaltete sich die Sportlerwallfahrt des DJK- Diözesanverbandes Regensburg, die am vergangenen Sonntag in Beucherling stattfand. Sie stand unter dem Motto: "Aufbruch im Umbruch". Grau in Grau präsentierte sich der Morgen und sorgenvolle Blicke gab es zum Himmel: Kann die Wallfahrt nun stattfinden oder nicht, regnet es oder regnet es nicht. Optimistisch und mit Gottvertrauen machte man sich trotzdem auf dem Weg und siehe da, das Wetter hielt. Ansonsten hätte der Gottesdienst in der Pfarrkirche Zell stattgefunden.

Ab 9 Uhr früh war Treffen beim Gemeinschaftshaus in Beucherling, das Standkonzert der Blaskapelle der FFW Zell sorgte für einen fröhlichen Auftakt. Gesamtvorstand der DJK Beucherling Gebhard Alsheimer begrüßte alle Sportler, Wallfahrer und DJKler, die in Bussen und PKW angereist waren, in Beucherling sehr herzlich und freute sich über die zahlreiche Teilnahme.  Sein Gruß galt auch dem zweiten Diözesanvorsitzenden Rupert Aigner und dem Sportreferenten der Diözese Konrad Gietl. Er gab der Hoffnung Ausdruck für schönes Wetter, so dass alle Beucherling in guter Erinnerung behalten werden. Nach einem kleinen Imbiss, Kaffee und Kuchen machte man sich auf den Weg zur Wallfahrt. Begleitende Worte dazu sprach Diözesanbeirat Roman Gerl auf dem Weg zur Marienkapelle nach Trasching. Es bestand auch die Möglichkeit zum Bustransfer hin und zurück. Die DJK Beucherling als Ausrichter hatte alles bestens organisiert.

Zusammen wurde dann Gottesdienst gefeiert mit Diözesanbeirat Roman Gerl und DJK Beirat Pfarrer Martin Neidl aus Wald. Die Gruppe Jericho aus Zell unter Leistung von Sigrid Auburger umrahmte die Feier eindrucksvoll instrumental und mit Gesang. Die Fahnenabordnungen hatten sich neben dem Altar platziert. Angekommen sind wir am Ziel unseres Weges und so wollen wird Gottesdienst feiern, sagte der Geistliche in seiner Begrüßung. "Auszug- Weg- Ankunft": Das ist die Bewegung des alten Gottesvolkes, das ist unsere Bewegung. Es ist nicht das "gelobte Land", aber es ist ein Etappenziel auf dem Weg dorthin.
Wir erreichen hier nicht das Land, wo Milch und Honig fließt, aber gemeinsam kommen wir dem Himmel ein Stück näher, Schritt für Schritt. In der Eucharistie erfahren wir die intensive Gemeinschaft mit Jesus Christus und wir sind froh, dass uns der Weg zu ihm führt, so Roman Gerl.

Aufbruch im Umbruch

In seiner Predigt beleuchtete er das Motto "Aufbruch im Umbruch" näher. Ein Blick in die Tageszeitung genügt und wir werden es alle bestätigen können: Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, sagte er. In diesem Zusammenhang blickte er z.B. auf die Fußball- Nationalmannschaft: Die schwierige Phase während der Europameisterschaft 2004, anschließend der totale Umbruch, der gesamte Trainerstab wird ausgewechselt. Der Prediger spannte den Bogen auch zu den Kleinbetrieben in unserem Land, die auf Grund der wirtschaftlichen Situation schließen müssen. Viele Menschen geraten in Arbeitslosigkeit, fuhr er fort und dachte an das fast gespenstisch wirkende Wort "Hartz IV". Ein unbeschreiblicher Umbruch!

Kirche vom Umbruch nicht ausgenommen

Auch die Kirche ist von diesem Umbruch nicht ausgenommen. Der Prediger verdeutlichte es z.B. mit der Zahl von kirchlichen Trauungen, die von 1984 bis heute sich mehr als halbiert hat. Wir alle erleben Umbrüche in unserem persönlichen Leben und in unserem unmittelbaren Nahbereich, hob er hervor. Da bricht vieles einfach zusammen. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt
uns, so Gerl, dass sich Neues immer aus Umbrüchen entwickelt. Nur wer sich den Umbrüchen ehrlich stellt, ist fähig zum Aufbruch.
Was ist es denn, was uns hindert, diesen Neuaufbruch zu wagen, fragte er sich und es fiel ihm das Wort ein: Das war schon immer so, da darf nichts verändert werden. Wenn es um Reformen und Aufbrüche geht, leben wir in Deutschland nach dem Motto: Es muss etwas geschehen, aber es darf nichts passieren. Roman Gerl zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten  Roman Herzog, der 1997 sagte: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen". Wir alle warten darauf, dass er passiert. Man braucht Ideen, die verwirklicht werden.
Aufbrechen, nicht warten, das ist eine absolut christliche Grundhaltung, betonte er. Das Jammern nach der "guten alten Zeit" hilft uns nicht weiter. Wenn wir miteinander die Weichen für die weitere Entwicklung der Kirche in unserem Land stellen wollen, müssen wir den Blick nach vorne richten.
Jeder von uns ist heute nach Beucherling aufgebrochen, wir haben nicht gewartet, haben ein Stück Weg unter die Füße genommen um miteinander die Gegenwart Gottes zu feiern, fügte er hinzu und sprach von einem wesentlichen
Kennzeichen von Aufbruch. Aufbruch im Umbruch ist angesagt, im Großen und im Kleinen!

Gebhard Alsheimer bedankte sich bei der Geistlichkeit und der Gruppe Jericho für den schönen Gottesdienst, den  Traschingern, dass sie die Marienkapelle überließen und auch der Bevölkerung für die Teilnahme. Zurück im Gemeinschaftshaus wurde zu Mittag gegessen, das viele fleißige Hände vorbereitet haben. Das ganze Haus war belegt und der Ansturm groß. Kaffee und eine Vielfalt von Kuchen und Küchel wurden angeboten, die die Frauen gebacken hatten. Am Nachmittag erfolgte dann eine Fahrt nach Walderbach mit Besichtigung. Ein dickes Lob sei an dieser Stelle der DJK Beucherling
angebracht, für ihr großes Engagement und perfekte Ausrichtung der Diözesan-Wallfahrt.